Mit Qualifikationsnutzung ist gemeint, dass eine Übereinstimmung zwischen den Fähigkeiten und Kenntnissen eines Beschäftigten und den Arbeitsanforderungen besteht. Ein Ungleichgewicht dieser beiden Komponenten bewirkt entweder Unterforderung oder Überforderung. Es liegt auf der Hand, dass die Arbeitszufriedenheit sinkt, wenn dieses Ungleichgewicht über einen längeren Zeitraum besteht. Dauernde Arbeitsunzufriedenheit aber gilt als Risikofaktor für Erkrankungen der Herzgefäße. Arbeitszufriedenheit dagegen ist eine wichtige schützende Ressource.

Aus diesem Grund sollten Sie darauf Wert legen, dass Ihre Mitarbeiter qualifikationsgerecht eingesetzt werden. So leisten Sie Ihren Beitrag zur Vermeidung von körperlichen und seelischen Fehlbeanspruchungen durch quantitative oder qualitative Unter- bzw. Überforderung. Außerdem verhindern Sie damit, dass wertvolle individuelle Fähigkeiten verloren gehen, die einer flexiblen Aufgabenbewältigung zugute kommen können. Das in der Ausbildung erworbene Wissen und die erlernten Fertigkeiten bilden sich nämlich zurück, wenn Sie über einen längeren Zeitraum nicht genutzt werden.

Ist der Mitarbeiter nicht qualifiziert genug für eine Aufgabe,  fühlt er sich überfordert und gerät in Stress.