Überforderung auf Seiten der Mitarbeiter entsteht dann, wenn die Leistungsvorgaben unrealistisch überhöht sind. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn der Arbeitsauftrag zu umfangreich ist oder die nötige Qualifikation fehlt. Meist steht auch für die Erledigung einer Aufgabe zu wenig Zeit zur Verfügung. Dies lässt sich zwar manchmal nicht vermeiden, allerdings überfordern manche Führungskräfte Ihre Mitarbeiter ganz bewusst in der Hoffnung, noch mehr aus ihnen 'rausholen' zu können. Meist ist das Gegenteil der Fall: Da die Überforderung eine massive psychische Belastung darstellt, steigt die Wahrscheinlichkeit psychosomatischer Beschwerden und damit verbundene Leistungseinbußen. Wie lassen sich Überforderungen vermeiden?

Zunächst einmal: Die Arbeitswissenschaft unterscheidet zwischen einer qualitativen und einer quantitativen Überforderung.

Qualitativ überfordert sind Ihre Mitarbeiter dann, wenn Sie mit Aufgaben zu kämpfen haben, die ihre fachlichen Qualifikationen übersteigen. Das frustriert nicht nur, sondern senkt auf Dauer das Selbstvertrauen und die Arbeitsmotivation. Gleiches gilt für eine quantitative Überforderung; wenn gestellte Aufgaben zu umfangreich sind und das Leistungsvermögen übersteigen. Ihre Beschäftigten geraten in einen Stresszustand und fühlen sich den Anforderungen nicht gewachsen. Die resultierende Arbeitsunzufriedenheit begünstigt psychosomatische Erkrankungen.

Um dies zu vermeiden, sollten Sie Ihren Mitarbeitern realistische, d.h. angemessene Leistungserwartungen vorgeben. Setzen Sie Ihre Mitarbeiter nur für Tätigkeiten ein, die ihren Qualifikationen entsprechen. Der Arbeitsumfang sollte der verfügbaren Zeit angemessen sein. Wichtig ist darüber hinaus, dass die Arbeitsaufgabe transparent ist. 

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Nicht nur die Kleinen fühlen sich manchmal überfordert.