Soziale Belastungen durch mangelnde oder gestörte Sozialbeziehungen am Arbeitsplatz beeinträchtigen die Arbeitszufriedenheit und damit die Gesundheit der Beschäftigten (vgl. Oppolzer).

Unternehmerische Rationalisierungsmaßnahmen haben dazu geführt, dass der Leistungs- und Zeitdruck auf die Beschäftigten gestiegen ist und der Konkurrenzkampf geschürt wurde. Viele Wirtschaftsvertreter erachten das Konkurrenzprinzip als notwendig und unverzichtbar, setzt es doch schlummernde Energien frei. Leider erweist sich diese Unternehmensphilosophie nicht selten als Schuss nach hinten: die Beschäftigten werden regelrecht gegeneinander aufgehetzt. Eigennütziges Denken, Desinteresse am anderen und verweigerte Unterstützungs- und Hilfeleistungen sind die Folgen. In schwerwiegenden Fällen werden Kollegen gezielt tyrannisiert und sogar in den Tod getrieben - ein trauriges Phänomen, das neudeutsch als Mobbing bezeichnet wird.