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Grundsätzlich ist jedes Gelenk von mindestens
zwei
Muskelgruppen umgeben - dem Spieler und dem Gegenspieler. Der
Spieler (Agonist) beugt das Gelenk, der Gegenspieler (Antagonist) streckt das
Gelenk und führt es in die Ausgangsposition zurück. Spieler und Gegenspieler
bilden auf diese Weise eine Funktionseinheit. Das heißt aber auch, dass die Überlastung des
einen Muskels ebenso eine Beeinträchtigung des anderen nach sich zieht.
Wenn der Spieler dauerhaft überlastet wird, verkürzt er sich.
Gleichzeitig bewirkt dies meist eine Abschwächung des Gegenspielers. Eine
sogenannte muskuläre Dysbalance ist die Folge, ein
unausgeglichenes Verhältnis zwischen Kraft und Elastizität von Spieler und
Gegenspieler. Dieses führt zur Ausbildung einer
unphysiologischen Gelenkwinkelstellung mit einer entsprechenden
Bewegungseinschränkung. Es entstehen chronische
Fehlhaltungen, die über den Berufsalltag hinaus wirken. Auf Dauer führen sie
zu vorzeitigen Verschleißerscheinungen des Gelenkknorpels und des Gewebes.
Kleine Einrisse, Entzündungen und Schmerzen sind die Folge.
Die nebenstehende Animation verdeutlicht diesen Zusammenhang.
Bild 1: Muskuläre Balance - Die
antagonistischen Muskeln A und B halten durch ihr
Verkürzungsverhältnis das um den Drehpunkt D drehbare Gelenk im
Gleichgewicht. Bild 2: Muskuläre Dysbalance durch
Muskelverkürzung - Der Muskel B hat sich einem spezifischen Reiz mit
einer höheren Spannung angepasst. Muskel A ist keiner Spannung
ausgesetzt worden, seine Spannung bleibt gleich. Das
Verkürzungsverhältnis hat sich geändert, die muskuläre Balance ist
gestört. (Quelle: Klee)
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